Auf der Opernbühne hat die Künstlerin zahlreiche Hauptrollen verkörpert, darunter Gilda in Rigoletto (Music Fest Perugia, Italien), Donna Anna und Zerlina in Don Giovanni (Festival Lyrique de Samoëns, Frankreich; F. X. Šalda-Theater Liberec), Pamina in Die Zauberflöte (Summer Nights Festival in Salzburg und Prag), Musetta in La Bohème (Julian Cochran Foundation in Warschau; Missouri Symphony, USA), Cleopatra in Giulio Cesare in Egitto (Red River Opera), die Titelrolle der Hanna Glawari in Die lustige Witwe (Opera Nova Bydgoszcz), Adele in Die Fledermaus (Schlesische Oper) sowie Zosia in Halka (Julian Cochran Foundation).

Darüber hinaus war sie mit der Atlanta Opera verbunden, wo sie unter anderem die Rollen der Annina in La Traviata, der Sister Catherine in Dead Man Walking sowie der Rosina in The Barber of Seville in California interpretierte.

Ein wesentlicher Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit liegt im Barockrepertoire. Über mehrere Spielzeiten hinweg arbeitete sie mit der Krakauer Kammeroper zusammen und übernahm Hauptrollen wie Dorina in Il geloso schernito, Livietta in Livietta e Tracollo von Pergolesi, Vespetta in Pimpinone von Telemann sowie die Rolle der Seele in der szenischen Fassung von Johann Sebastian Bachs Kantate Ich geh und suche mit Verlangen.

Parallel zu ihrer Operntätigkeit entfaltet Anna Koźlakiewicz eine intensive Konzerttätigkeit und gibt Liederabende sowie Kammerkonzerte im In- und Ausland. Einen besonderen Platz in ihrem Repertoire nimmt das polnische Kunstlied ein, insbesondere die Werke von Fryderyk Chopin und Ignacy Jan Paderewski. Zu ihren bedeutendsten Projekten zählen ein Liederabend mit polnischen Liedern im Polish Slavic Center in New York sowie ein originelles Programm, das Komponistinnen aus dem Umfeld Chopins gewidmet war und für die Baltische Oper in Danzig erarbeitet wurde.

Die Künstlerin absolvierte ihr Gesangsstudium an der Fryderyk-Chopin-Musikuniversität Warschau in der Klasse von Professor Małgorzata Marczewska. Darüber hinaus erwarb sie das Performance Diploma an der Jacobs School of Music der Indiana University in Bloomington unter der Leitung der international renommierten Sopranistin Carol Vaness. Parallel dazu schloss sie ein Studium der Kunstgeschichte an der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität in Warschau ab und vertiefte damit ihr Interesse am Dialog zwischen Musik und anderen Kunstformen.

In der Spielzeit 2018/2019 war sie Mitglied des Studio-Artist-Programms der Atlanta Opera, wo sie ihre Bühnentechnik im professionellen Umfeld des amerikanischen Opernbetriebs weiterentwickeln konnte.

Derzeit setzt Anna Koźlakiewicz ihre gesangliche Ausbildung bei Professor Eva Blahová fort. Ihre Stellung auf der internationalen Vokalszene wird durch zahlreiche Auszeichnungen bestätigt. Sie ist Preisträgerin des „First Great Award“ des Vienna International Music Competition (2025) sowie dritter Preise beim Iwona-Borowicka-Wettbewerb in Krakau (2024), beim Iuventus Canti Imrich Godin Wettbewerb in Vráble (2024) und beim Internationalen Jan-Kiepura-Gesangswettbewerb in Krynica-Zdrój (2023).

Darüber hinaus erhielt sie den Preis für die beste Interpretation einer Mozart-Arie beim Internationalen Mikuláš-Schneider-Trnavský-Wettbewerb in der Slowakei, den Preis des Direktors der Schlesischen Oper beim Bogdan-Paprocki-Wettbewerb, den dritten Preis beim Medallion International Concerto Competition (USA) sowie eine ehrenvolle Auszeichnung (Encouragement Prize) bei den Metropolitan Opera National Council Auditions – Indiana District.

Ihre künstlerische Reife, ihre umfangreiche Bühnenerfahrung und ein mit großer künstlerischer Bewusstheit aufgebautes Repertoire machen Anna Koźlakiewicz zu einer der herausragenden und anerkanntesten Sopranistinnen ihrer Generation.